Auf ein Wort
21. August 2015
Kita Oberfeld
Kita Heide
vor einiger Zeit war ich mit dem Rad unterwegs. Von Neureut nach Liedolsheim. Nicht in einer unbekannten Gegend, sondern in der
heimischen Umgebung. Trotzdem oder vielleicht deshalb habe ich im Wald eine interessante Entdeckung
gemacht ...
An einer Weggabelung musste ich mich entscheiden, wie ich weiterfahren wollte. Und fast wäre ich in die falsche Richtung geradelt.
Weil der Weg so verlockend richtig aussah. Doch ein Blick in die Karte ergab, dass er nur wenige hundert
Meter weiter eine ganz andere Wendung nahm.
Dank dieser Information bin ich dann doch richtig gefahren und gut angekommen.
Was ich da erlebt habe, ist mir zum Gleichnis auf das Leben geworden:
Immer wieder stehen wir vor Entscheidungen und müssen wählen, wie es weitergehen soll.
Dann kommt es darauf an, das Ziel zu kennen und den Blick in die Karte nicht zu vergessen.
Im Psalm 86,11 bekennt der Beter:
Weise mir, HERR, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit; erhal-
te mein Herz bei dem einen, dass ich deinen Namen fürchte. Wer Gott nach
SEINEM Weg fragt und IHN im Blick behält, wird auf dem richtigen
Weg bleiben und schließlich ans Ziel kommen.
Gerade dann, wenn wir meinen, uns gut auszukennen, wenn alles verlo-
ckend richtig aussieht, ist es besonders wichtig, den Rat des Beters zu
beherzigen. Sonst lassen wir uns allzu leicht täuschen – wie ich beinahe
im Wald.
In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen guten Start nach den Sommerferien. Gebe Gott, dass wir in der
kommenden Zeit gut miteinander und mit IHM auf dem Weg bleiben.
Ihr Pfarrer
Andreas Reibold